Überblick – Vom ehemaligen SA-Gefängnis zur Gedenkstätte
Von März bis Dezember 1933 befand sich in den einstigen Schöneberger Eisenbahnerkasernen an der General-Pape-Straße das Gefängnis
der SA-Feldpolizei. Über 2000 Menschen, mehrheitlich politische Gegner der NS-Bewegung, wurden von dieser Sondereinheit der
nationalsozialistischen SA (Sturmabteilung) hier inhaftiert. Viele Häftlinge wurden misshandelt und gefoltert. Mindestens zwanzig von ihnen,
vermutlich aber doppelt so viele, wurden ermordet.
1992 hat die Geschichtswerkstatt Papestraße die in Vergessenheit geratenen Haftkeller im heutigen Gebäude Werner-Voß-Damm 54a wiederentdeckt und danach mit einer temporären Ausstellung der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Kellerräume befinden sich weitgehend im Originalzustand und stellen eines der seltenen Zeugnisse des frühen NS-Terrors in Berlin dar. Der Bezirk Tempelhof-Schöneberg hat die Forderung von ehemaligen Häftlingen und ihren Nachfahren, von der Geschichtswerkstatt, von Besuchern/innen und Interessierten nach Einrichtung einer Gedenkstätte aufgenommen und unterstützt. Mit Mitteln des städtebaulichen Programms »Stadtumbau West« und dank der Hilfe vieler Beteiligter konnte 2010 die bauliche Realisierung des Gedenkortes umgesetzt werden.
Seit April 2011 ist der Gedenkort für die Öffentlichkeit zugänglich. Er soll dauerhaft in die Bildungsarbeit der Museen Tempelhof-Schöneberg integriert werden. Bis zur geplanten Eröffnung der Ausstellung zur Geschichte der ehemaligen Haftstätte und ihrer Opfer im Jahr 2013 werden Führungen, Vorträge und Jugendprojekte angeboten.
Das Gebäude Werner-Voß-Damm 54a wird heute von verschiedenen Gewerbetreibenden genutzt.
© Geschichtswerkstatt Papestraße
1992 hat die Geschichtswerkstatt Papestraße die in Vergessenheit geratenen Haftkeller im heutigen Gebäude Werner-Voß-Damm 54a wiederentdeckt und danach mit einer temporären Ausstellung der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Kellerräume befinden sich weitgehend im Originalzustand und stellen eines der seltenen Zeugnisse des frühen NS-Terrors in Berlin dar. Der Bezirk Tempelhof-Schöneberg hat die Forderung von ehemaligen Häftlingen und ihren Nachfahren, von der Geschichtswerkstatt, von Besuchern/innen und Interessierten nach Einrichtung einer Gedenkstätte aufgenommen und unterstützt. Mit Mitteln des städtebaulichen Programms »Stadtumbau West« und dank der Hilfe vieler Beteiligter konnte 2010 die bauliche Realisierung des Gedenkortes umgesetzt werden.
Seit April 2011 ist der Gedenkort für die Öffentlichkeit zugänglich. Er soll dauerhaft in die Bildungsarbeit der Museen Tempelhof-Schöneberg integriert werden. Bis zur geplanten Eröffnung der Ausstellung zur Geschichte der ehemaligen Haftstätte und ihrer Opfer im Jahr 2013 werden Führungen, Vorträge und Jugendprojekte angeboten.

© Geschichtswerkstatt Papestraße
