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Spuren
1992 erhielt die Geschichtswerkstatt Papestraße von einem Zeitzeugen einen Hinweis zur Lage der ehemaligen
Gefangenenkeller auf dem früheren Kasernengelände. Bei der anschließenden detaillierten Untersuchung der Kellerräume im betreffenden
Gebäude Werner-Voß-Damm 54a wurden an den Wänden und den erhaltenen Kellertüren Bleistiftzeichen entdeckt, die zuvor im schwachen
Kellerlicht nicht aufgefallen waren.
Die SA-Bewacher haben im zentralen Kellergang mehrere NS-Symbole, Namenskürzel von Feldpolizei und Feldjägerkorps
sowie andere Kritzeleien hinterlassen. Ehemalige Häftlinge berichteten, dass die Wachmannschaften dort vor den
Kellertüren postiert waren. Vor allem jedoch fanden im Kellergang immer wieder Folterungen und Misshandlungen statt.
Von den Häftlingen ist bekannt, dass sie ihre Schreibgeräte bei der Einlieferung in das SA-Gefängnis abgeben mussten. Daher ist die Bleistiftzeichnung eines Häftlings, die ebenfalls im Keller des Gebäudes gefunden wurde, ein seltenes Zeugnis. Sie ist datiert vom 15. Juni 1933 und zeigt den lebensgroßen Schattenriss eines Kopfes. Deutlich lesbar ist darin der Name David Moses Wiener-Trisker zu erkennen, der in hebräischer Schreibschrift wiederholt wird. Außerdem ist, in einer anderen Handschrift, das Wort »Jude« hinzugefügt. Die Recherchen zu dem Namen brachten bisher keine näheren Erkenntnisse.
Die Spuren der Täter und Opfer konnten nur deshalb mehr als 70 Jahre überdauern, weil in dieser Zeit eine Renovierung des gesamten Kellergeschosses unterblieb. Lediglich kleinere Umbauten veränderten an einigen Stellen den originalen Zustand im zentralen Kellergang. Zwar gab es in einzelnen privat genutzten Kellerräumen bauliche Veränderungen, doch auch dort finden sich vereinzelt Tagesritzungen, die vermutlich von Häftlingen stammen.
Von den Häftlingen ist bekannt, dass sie ihre Schreibgeräte bei der Einlieferung in das SA-Gefängnis abgeben mussten. Daher ist die Bleistiftzeichnung eines Häftlings, die ebenfalls im Keller des Gebäudes gefunden wurde, ein seltenes Zeugnis. Sie ist datiert vom 15. Juni 1933 und zeigt den lebensgroßen Schattenriss eines Kopfes. Deutlich lesbar ist darin der Name David Moses Wiener-Trisker zu erkennen, der in hebräischer Schreibschrift wiederholt wird. Außerdem ist, in einer anderen Handschrift, das Wort »Jude« hinzugefügt. Die Recherchen zu dem Namen brachten bisher keine näheren Erkenntnisse.
Die Spuren der Täter und Opfer konnten nur deshalb mehr als 70 Jahre überdauern, weil in dieser Zeit eine Renovierung des gesamten Kellergeschosses unterblieb. Lediglich kleinere Umbauten veränderten an einigen Stellen den originalen Zustand im zentralen Kellergang. Zwar gab es in einzelnen privat genutzten Kellerräumen bauliche Veränderungen, doch auch dort finden sich vereinzelt Tagesritzungen, die vermutlich von Häftlingen stammen.



