Geschichte
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Geschichte
»Die Geschichte der SA-Folterstätten in Berlin und seinen Vororten wird noch geschrieben werden. ›Hedemannstraße‹ und ›Friedrichstraße‹, später auch ›General-Pape-Straße‹ oder ›Columbiahaus‹ wurden Begriffe, an die man im heutigen Groß-Berlin nur mit Schaudern denkt und über die zu sprechen man ängstlich vermeidet.«

Roman Praschker schrieb diese Sätze unter dem Eindruck der Nazidiktatur in dem Buch »Konzentrationslager. Ein Appell an das Gewissen der Welt«, das 1934 im tschechischen Karlsbad erschien. Während die Exil- und Auslandspublizistik im ersten Jahr des »Dritten Reiches« immer wieder über das SA-Gefängnis Papestraße und die vielen anderen frühen Haftstätten und Konzentrationslager berichtete, verblasste die Erinnerung an die Schrecken aus der Anfangszeit der NS-Herrschaft angesichts der späteren massenhaften Greuel der Vernichtungslager.

Zwar kam es 1948 und 1949 im Zusammenhang mit den im SA-Gefängnis Papestraße begangenen Misshandlungen zu zwei Verurteilungen in Berlin, doch eine systematische Aufarbeitung der Geschichte dieser Haftstätte begann erst viele Jahre später mit den Nachforschungen einiger Anwohner und Interessierter.

Eingang des Hauses Werner-Voß-Damm 54a
Eingang des Hauses Werner-Voß-Damm 54a mit der alten Gebäudebezeichnung »Haus H«, die es während der Nutzung als SA-Gefängnis trug.

© Geschichtswerkstatt Papestraße