Geschichte > Inhaftierte > Erik Jan Hanussen
Erik Jan Hanussen (1889–1933)
Erik Jan Hanussen war das Pseudonym von Hermann Steinschneider, der in Wien geboren wurde. Seit seiner Jugend als
Wanderkomödiant und Varietékünstler tätig, machte er vor allem als Wahrsager Karriere, die ihn
Anfang der dreißiger Jahre nach Berlin führte. Trotz seiner jüdischen Herkunft, die Anfang 1933
durch den Journalisten Bruno Frei publik wurde, erhielt er Zugang zu hohen NS-Kreisen.
In einer okkultistischen Sitzung am 26. Februar 1933, bei der unter anderem sein Bekannter Graf Helldorf, der damalige Berliner SA-Führer, anwesend war, »prophezeite« Hanussen den Reichstagsbrand, der am Abend des nächsten Tages gelegt wurde. Am 24. März wurde Hanussen in seiner Wohnung verhaftet und in das Gefängnis Papestraße gebracht. Zwei Wochen später wurde sein Leichnam in einem Waldgebiet südlich der Berliner Stadtgrenze gefunden. Aus den Unterlagen des früheren Berlin Document Center geht hervor, dass Graf Helldorfs Nachfolger, der SA-Führer Karl Ernst, den Befehl zur Ermordung von Hanussen gegeben hatte.
In einer okkultistischen Sitzung am 26. Februar 1933, bei der unter anderem sein Bekannter Graf Helldorf, der damalige Berliner SA-Führer, anwesend war, »prophezeite« Hanussen den Reichstagsbrand, der am Abend des nächsten Tages gelegt wurde. Am 24. März wurde Hanussen in seiner Wohnung verhaftet und in das Gefängnis Papestraße gebracht. Zwei Wochen später wurde sein Leichnam in einem Waldgebiet südlich der Berliner Stadtgrenze gefunden. Aus den Unterlagen des früheren Berlin Document Center geht hervor, dass Graf Helldorfs Nachfolger, der SA-Führer Karl Ernst, den Befehl zur Ermordung von Hanussen gegeben hatte.

