Geschichte > Inhaftierte > Minna Fritsch
Minna Fritsch (1889–1946)
Minna Fritsch war Mitglied der KPD und in ihrer Kreuzberger Wohngruppe am Wassertorplatz aktiv. Die alleinerziehende
Mutter zweier Kinder verdiente ihren Lebensunterhalt durch Putz- und Wascharbeiten. Im Frühjahr 1933 wurde sie zweimal
im Gefängnis Papestraße inhaftiert.
Trotz ihrer Verhaftungen blieb sie für den illegalen Apparat der KPD in Berlin bis 1936 aktiv. Dann entzog sie sich der drohenden erneuten Verhaftung durch Flucht in die Tschechoslowakei, wo sie für das Prager Exilkomittee der KPD gefährliche Kurierdienste übernahm. Dabei überquerte sie über vierzigmal die Grenze nach Deutschland, um beispielsweise antifaschistisches Informationsmaterial nach Berlin zu bringen.
Nach der Okkupation der Tschechoslowakei entkam sie der Verfolgung durch die Nazis, indem sie 1939 nach Großbritannien floh. Dort wurde sie nach Kriegsausbruch von den Briten bis 1941 auf der Isle of Man interniert. Anschließend engagierte sie sich in verschiedenen deutschen Exilorganisationen in London. Kurz vor ihrer geplanten Rückkehr nach Berlin erlag sie 1946 einem Herzinfarkt. An Minna Fritsch erinnern heute eine Gedenktafel an ihrem ehemaligen Wohnhaus in der Wassertorstraße 53 und ein nach ihr benanntes Wohnheim für Kinder und Jugendliche in Berlin-Pankow.
Trotz ihrer Verhaftungen blieb sie für den illegalen Apparat der KPD in Berlin bis 1936 aktiv. Dann entzog sie sich der drohenden erneuten Verhaftung durch Flucht in die Tschechoslowakei, wo sie für das Prager Exilkomittee der KPD gefährliche Kurierdienste übernahm. Dabei überquerte sie über vierzigmal die Grenze nach Deutschland, um beispielsweise antifaschistisches Informationsmaterial nach Berlin zu bringen.
Nach der Okkupation der Tschechoslowakei entkam sie der Verfolgung durch die Nazis, indem sie 1939 nach Großbritannien floh. Dort wurde sie nach Kriegsausbruch von den Briten bis 1941 auf der Isle of Man interniert. Anschließend engagierte sie sich in verschiedenen deutschen Exilorganisationen in London. Kurz vor ihrer geplanten Rückkehr nach Berlin erlag sie 1946 einem Herzinfarkt. An Minna Fritsch erinnern heute eine Gedenktafel an ihrem ehemaligen Wohnhaus in der Wassertorstraße 53 und ein nach ihr benanntes Wohnheim für Kinder und Jugendliche in Berlin-Pankow.

